Moskau: „Keine Schwulenparade beim Song Contest“

Der Ton zwischen dem schwulenfeindlichen Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow und den Organisatoren der verbotenen Lesben- und Schwulenparade, dem Moscow Pride, wird härter.

Um höchstmögliche Aufmerksamkeit zu erreichen, soll der Moscow Pride heuer zeitgleich mit dem Finale des Eurovision-Song-Contests stattfinden. Das will Luschkow mit allen Mitteln verhindern. „Die Stadt erlaubt keine Gay-Paraden“, sagt Luschkow. Die letzten Paraden wurden gewaltsam aufgelöst.

Der Song Contest ist bei Schwulen besonders beliebt, Tausendene pilgern jedes Jahr zum Austragungsort, um dort zu feiern. Die „Zurschaustellung von Homosexualität“ werde auf „den Straßen, Plätzen, bei Märschen und Demonstrationen“ nicht geduldet, sagte Luschkow bei der feierlichen Übergabe der Grand-Prix-Stafette durch die Stadt Belgrad.

Nach dem Sieg von Dima Bilan im Vorjahr findet das Finale des Eurovision Song Contests am 16. Mai 2009 in Moskau statt. Kurz nach seinem Sieg tauchten im Internet Fotos von Bilan auf, die ihn in erotischen Posen zeigen und in einem russischen Schwulenmagazin erschienen sein sollen. Auch andere schwule und lesbische Künstler nahmen mit Erfolg teil, zum Beispiel die Serbin Marija Serifovic, die 2007 gewann.