Westerwelle: Als Außenminister kein Geld für Homo-Feinde

FDP-Chef Guido Westerwelle könnte sich vorstellen, bei einem Regierungswechsel nach der Bundestagswahl 2009 Außenminister zu werden. Das sagt er in der morgen erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins „stern“. Damit wäre er der erste offen schwule Außenminister. Für Westerwelle ist seine sexuelle Orientierung kein Grund, dieses Amt nicht zu bekleiden: „Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung hat überhaupt kein Problem mit meinem Privatleben. Es würde unserer Außenpolitik übrigens gut anstehen, wenn sie diesen Geist der deutschen Toleranz in andere Länder tragen würde.“

Diese Toleranz würde Westerwelle auch nach außen tragen: Im „stern“-Interview sprach Westerwelle sich explizit dafür aus, Staaten die Entwicklungshilfe zu streichen, die Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelten „oder wo Männer und Frauen hingerichtet werden, nur Auch über sein Privatleben spricht der Politiker mit dem Hamburger Magazin. So bezeichnete er sich als „zufriedenen – und sogar öfter als man es verlangen darf – glücklichen Menschen“. Schade sei allerdings, dass es sich für ihn nicht ergeben habe, Kinder zu haben. „Wenn ich sehe, wie viel Glück mit Kindern verbunden ist, kann ich manchmal schon melancholisch werden, ja.“