Lesbe dealte fürs Aufgebot

Die englische Stadt Hull in der Grafschaft Yorkshire hat den Ruf, besonders harte Kerle hervorzubringen. Das gilt offenbar auch für eine dort lebende Lesbe: Sie wurde jetzt verurteilt, weil sie Cannabis verkauft hat, um sich die Eintragung ihrer Partnerschaft bezahlen zu können.

Polizisten haben im September die Wohnung der 25-jährigen Lisa Nicholson 174 Gramm Cannabisharz und mehr als 300 Pfund, umgerechnet fast 350 Euro, gefunden. Der Polizei hat sie erzählt, ein Teil des Geldes war ein Geschenk von Freunden, um die Verpartnerung zu bezahlen.

Der Richter war davon offenbar nicht beeindruckt: Schließlich kostet das Eintragen einer homosexuellen Partnerschaft in der Stadt nur 100 Pfund: 30 Pfund pro Person für die Registrierung, das Standesamt von Hull verlangt noch einmal 40 Pfund an Gebühren. Er verurteilte sie deshalb zu neun Monaten auf Bewährung und 150 Stunden Sozialarbeit. Neben Nicholson war auch ihre Freundin Emma Emmerson auf der Anklagebank: Sie bekam für 22 Gramm Cannabis 60 Stunden Sozialarbeit aufgebrummt.