Transsexuelle: Neues Geschlecht erst nach Operation

Weiter keine Klarheit gibt es in Österreich, ab wann Transsexuelle ihr Geschlecht rechtlich ändern dürfen.

Derzeit ist dafür eine geschlechtsanpassende Operation notwendig. Dagegen hat ein Mann, der nach Hormontherapien und kosmetischen Maßnahmen als Frau anerkannt werden möchte, beim Verfassungsgerichtshof geklagt. Der hat den Fall jetzt an den Verwaltungsgerichtshof weitergegeben.

So heißt es im Beschluss des Verfassungsgerichtes: „Die spezifischen verfassungsrechtlichen Überlegungen sind zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragen, insbesondere der Frage, ob die beschwerdeführende Partei nach der Vornahme geschlechtskorrigierender Maßnahmen bereits dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen ist, nicht anzustellen.“

Die Verpflichtung zur geschlechtsanpassenden Operation ist dem Rechtskomitee Lambda seit Jahren ein Dorn im Auge. In einer Aussendung erklären sie, dass sie heute überholt und nicht mehr Stand der Wissenschaft sei. „Die Beschwerdeführerin vor dem Verfassungsgerichtshof wurde als Mann geboren und lebt, nach Hormontherapien und kosmetischen Maßnahmen, bereits seit Jahren sozial integriert als Frau. Dennoch wird ihr die Annahme eines weiblichen Vornamens verwehrt. Das Vorzeigen aller wichtigen Dokumente wie Reisepass, Meldezettel oder Geburtsurkunde offenbaren ihre Transsexualität und zwingen sie regelmäßig zum bloßstellenden und oft erniedrigenden Outing“, heißt es in der Stellungnahme.