Meidlinger Gleichbehandlungsbeauftragte wurde gefeuert

Im Wiener Gemeindebezirk Meidling soll Simone Mayer, ehrenamtliche Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsbeauftragte, entlassen worden sein, weil sie sich nicht nur um Lesben, Schwule und Transgender-Personen gekümmert hat, sondern auch um Migranten und Flüchtlinge. Das berichtet der „Standard“ in seiner heutigen Ausgabe.

„Ich kann nicht umhin, die seinerzeitige Ernennung mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen“, lässt Bezirksvorsteherin Gabriele Votava von der SPÖ Mayer am 9. Dezember per Brief wissen. Im Gespräch mit dem „Standard“ erklärt Votava, warum: „Frau Mayer sollte sich im Bezirk ausschließlich um die Angelegenheiten von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen kümmern. Diese Kompetenzen hat sie von Anfang an überschritten, um sich dem Thema Integration zu widmen und Migranten sowie Flüchtlinge zu beraten“, meint Votava.

Diese Vorwürfe weist die Transgender-Frau zurück: Ihr Engagement für Ausländer sei der Bezirks-SP „bekannt und dort auch akzeptiert“ gewesen. Auch für Ute Bock war Mayer die Integrationsbeauftragte des Bezirks: „Bei einer Mieterversammlung im Kabelwerk ist Votava mit ihr auf mich zugekommen und hat sie mir als solche vorgestellt“, erinnert sie sich.

Mayer war eineinhalb Jahre Meidlinger Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsbeauftragte. Damit wollte der Bezirk ein Zeichen für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen setzen.