SoHo will Schwule und lesbische Migranten stärker fördern

Heute ist der internationale Tag der Migranten – für die sozialdemokratische Homosexuelleninitiative SoHo ein Grund, sich für die Rechte schwuler und lesbischer Migranten in Österreich einzusetzen.

Dabei ist die Toleranz, die Migranten in Österreich gegenüber Schwulen und Lesben an den Tag legen, „ein klarer Indikator, inwieweit Integration gelungen und die Toleranzentwicklung in der Bevölkerung fortgeschritten ist“, meint Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo.

Allerdings ist in den meisten Einwanderer-Communities Homosexualität stark tabuisiert oder wird ganz abgelehnt. Das macht es für lesbischen Migrantinnen und schwulen Migranten zusätzlich schwer. „Zwangsverheiratung auch bei lesbischen Frauen und schwulen Männern ist an der Tagesordnung. Das darf nicht verniedlicht und verheimlicht werden, sondern muss offen thematisiert werden. Hier vor allem betroffen sind Jugendliche in ihrer oftmals schweren Coming Out-Phase, die zu einem großen Teil ohne konkrete Hilfestellung alleine da stehen“ so Traschkowitsch weiter.

„Daher wird es hinkünftig notwendig sein, nicht nur um Schutz anzubieten, sondern auch um ein positives Selbstbewusstsein zu erarbeiten, ein Coming-Out-Zentrum für lesbische, schwule und transgender Jugendliche anzubieten. Von Seite der Politik muss für private Vereine und NGO’s die finanzielle Ausstattung gewährleistet werden, denn gerade diese leisten einen oftmals unverzichtbaren Beitrag. Wir investieren hier in die Zukunft der Jugend und unserer Mitmenschen und da darf es zu keinen Einschränkungen kommen“, so BR Peter Traschkowitsch abschließend.