HOSI Wien zieht positive Bilanz

Eine positives Bilanz über das abgelaufene Jahr zieht HOSI-Wien-Obmann Christian Högl: „Neben der auch heuer wieder sehr gut besuchten Regenbogenparade waren die ILGA-Europa-Tagung und die anschließende ILGA-Weltkonferenz, die von uns im Herbst ausgerichtet wurden, sicher die herausragenden Ereignisse 2008. Mit insgesamt rund 400 TeilnehmerInnen aus über 100 Ländern und allen Kontinenten hat die HOSI Wien neue Rekorde in der Geschichte der ILGA geschrieben.“

Vorstandsmitglied Jona Solomon erklärt, warum: „Die HOSI Wien ist nunmehr die einzige ILGA-Mitgliedsorganisation, die schon dreimal die Weltkonferenz ausgerichtet hat. Außerdem hat erstmals mit Heinz Fischer ein Staatsoberhaupt den Ehrenschutz über eine ILGA-Tagung übernommen, und erstmals wurden Europa- und Weltkonferenz unmittelbar hintereinander in derselben Stadt abgehalten.“

„Aber auch in medialer Hinsicht gab es Rekorde“, ergänzt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler. „Als die FPÖ im Nationalratswahlkampf das BZÖ in untergriffigen Aussendungen quasi als ‚warmen Haufen‘ hinstellte und damit die Diskussion über Jörg Haiders Homosexualität neu entfachte, nahmen wir dies am 5. August zum Anlass, in einer Aussendung auf unsere Website-Unterabteilung über das Haider-Outing im März 2000 hinzuweisen.“ Eine Aussendung, die wenige Wochen später an Aktualität gewann: Nach Haiders Unfalltod und dem Outing Stefan Petzners als ‚Lebensmensch‘ wurde die Aussendung „Ist Jörg Haider schwul?“ unter den mehr als 120.000 über die Austria Presse Agentur (APA) ausgeschickten Aussendungen des Jahres 2008 zur meistaufgerufenen Meldung.

„Einen historischen Rekord bescherte nach Haiders Unfalltod das öffentliche Interesse an seiner ‚andere‘ Seite auch der Zugriffstatistik der HOSI-Wien-Homepage“, so Krickler weiter: „Die Zahl der monatlichen Zugriffe stieg mit 85.000 Unique Visits auf das Zehnfache des üblichen Werts.“

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