HOSI Wien kämpft weiter um Homo-Ehe

Wohlwollend nimmt die HOSI Wien die Aussagen von ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger im Ö1-Morgenjournal zur Kenntnis, bis zum Jahresende eine Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich einzuführen.

„Die HOSI Wien hat daher ihre Gespräche mit PolitikerInnen in der neuen Legislaturperiode wieder aufgenommen“, berichtet HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler. Gestern hatte die HOSI Wien deshalb auch ein Gespräch mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, um abzuklären, wie ein Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft ausgestaltet sein sollte.

Krickler erklärt die Position der HOSI Wien: „Mit dem von der ÖVP favorisierten Schweizer Modell könnten wir im Prinzip leben, aber es stellt wirklich das Minimum an Rechten und Pflichten dar, das wir erwarten. Das Eingehen der Partnerschaft am Standesamt ist dabei genauso zentral wie modernere Trennungsbestimmungen, wie sie auch in der Schweiz für die EP im Vergleich zur Ehe gelten.“

Hoffnungen setzt die HOSI Wien auch auf die neue Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. HOSI-Wien-Obmann Christian Högl hofft, dass sie „das Gesetz über die EP zu einer Priorität machen wird. Der Großteil der Vorarbeit ist ohnehin bereits geleistet worden. Jetzt hängt es in erster Linie von der ÖVP und ihrem guten Willen ab, ob ein für Lesben und Schwule akzeptables Gesetz vor Jahresfrist kommt oder nicht.“

Links zum Thema

  • GGG.at Thema: Eingetragene Partnerschaft in Österreich: Alle Informationen, alle Reaktionen, alle Fakten