England: Selbstmord nach Fernseh-Coming-Out

Ein tragischer Fall wird aus Der 21-jähriger Roger Irons hat sich umgebracht, nachdem er sich in einer britischen Fernsehshow geoutet hat. Grund für den Selbstmord waren die schwulenfeindlichen Angriffe, denen er nach seinem Auftritt in der „Jeremy Kyle Show“ im britischen Sender ITV ausgesetzt war.

Irons war im Oktober 2007 mit seinem Partner Matthew Millington, mit dem er 2006 eine Lebenspartnerschaft eingegangen ist, bei der Fernsehshow zu Gast – letzten August erhängte er sich an einem Baum in einem nahen Waldstück.

Jetzt will seine Familie auf sein Schicksal Aufmerksam machen. Seine Schwester Lisa erklärt in einem Interview mit dem britischen „Telegraph“: „Schwulenfeindliche Menschen haben ihn sehr verletzt. Das ist ihm sehr nahe gegangen und vielleicht war es zuviel“. Und sein Partner ergänzt: „Roger war ein fröhlicher, offener Mensch aber er wurde oft verletzt, weil er schwul war“.

Bei der Party zum 18. Geburtstag seiner jüngeren Schwester Susan dürfte der Leidensdruck für den gelernten Krankenpfleger zu groß geworden sein. „Er hat geweint und war sehr aufgebracht. Er hat mich auf die Wange geküsst, hat gesagt ‚Ich kann nicht mehr‘ und ist weggerannt“, erinnert sie sich. Dann ist er in das nahe Waldstück gegangen und hat seinem Leben ein Ende gesetzt.

Zwei Tage nach seinem Tod wiederholte ITV die Folge der Talkshow, in der Irons und Millington zu sehen waren. Eine Sprecherin wies jeden Zusammenhang zwischen Irons Tod und seinem Auftritt in der Jeremy Kyle Show zurück.