[Video] Florida: Transen-Hetze gegen Schwulenrechte

In Gainesville, einer 120.000 Einwohner zählenden Stadt im Norden Floridas, kämpfen Konservative gegen das Recht der etwa 100 Transgender, auf die öffentliche Toilette ihres gefühlten Geschlechts gehen zu dürfen.

Ähnliche Gesetze sind in vielen amerikanischen Städten bereits in Kraft, doch in Gainesville wollen christlich-konservative Gruppen diesen Beschluss durch ein Referendum Ende März kippen. Dabei schüren sie Angst vor Kinderschändern: In einem Werbespot zeigen sie, wie ein kleines Mädchen in eine Damentoilette geht und ihr ein dunkel aussehender Mann folgt.

Die Angstmache ist unbegründet: Die Polizei konnte seit der Einführung des Diskriminierungsschutzes keinen einzigen Fall von Missbrauch feststellen. Trotzdem haben bereits 6.000 Bürger bereits für das Referendum unterschrieben. In einem Aufwasch wollen die Konservativen mit diesem Referendum auch Anti-Diskriminierungsbestimmungen für Schwule und Lesben unmöglich machen. Dann sollen nur noch die vom Bundesstaat vorgeschriebenen Diskriminierungskriterien in der Stadt schutzwürdig sein: Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, nationale Herkunft, Alter, Behinderung und Familienstand, aber nicht sexuelle Orientierung.

Einen traurigen Effekt hat die Hetze gegen Transgender schon: In einem Interview erklärte eine Betroffene, dass sie sich jetzt nicht mehr traut, öffentliche Toiletten zu benutzen.