Weil sie lesbisch ist: FP-Mölzer poltert gegen Grüne Lunacek

Wieder poltert der Freiheitliche Europaparlamentarier Andreas Mölzer gegen Lesben und Schwule.

Diesmal stört er sich an der Wahl von Ulrike Lunacek zur Spitzenkandidatin der Grünen. Dass Lunacek außenpolitische Sprecherin ihrer Partei im Nationalrat und seit Mai 2006 Sprecherin der europäischen Grünen ist, findet Mölzer nicht erwähnenswert – dafür aber ihre sexuelle Orientierung.

So schreibt er in einer aktuellen Presseaussendung, die Wahl einer offen lesbischen Kandidatin an die Spitze der Kandidatenliste für das Europaparlament „erhärte den Verdacht, dass sich Grünen vorrangig um Randgruppen wie Schwule und Lesben kümmerten“. Mölzer selbst wird in der Aussendung mit dem Satz „Offenbar wird die Einführung der Homo-Ehe, nach Möglichkeit europaweit, als das dringenste Problem gehalten“ zitiert.

Der freiheitliche Europaparlamentarier und seine Umgebung sind schon mehrmals mit negativen Aussagen gegenüber Lesben und Schwulen aufgefallen. So hat etwa Dimitrij Grieb, ein persönlicher Mitarbeiter Mölzers und Chef vom Dienst der von diesem herausgegebenen Wochenzeitung „Zur Zeit“, Life-Ball-Organisator Gery Keszler in einem Kommentar als „Berufsschwuchtel“ bezeichnet.