Schöneberger Schwulenszene: 23-Jähriger von fünf Männern fast totgeprügelt

In der Berliner Schwulenszene rund um den Nollendorfplatz hat es einen Überfall gegeben, der vermulich einen schwulenfeindlichen Hintergrund hat: Ein 23-Jähriger ist dabei Mittwoch früh lebensgefährlich verletzt worden.

Der Mann ging gegen 1.30 Uhr mit seinem Freund aus der Schwulenbar „Bulls“. An der Ecke Eisenacher Straße/Kleiststraße wurde er von fünf Männern, vermutlich Osteuropäern, angesprochen. Dann schlugen sie auf ihn ein. Während sein Freund in der Bar Hilfe holte, flüchteten die Männer ohne Beute.

Das Opfer erlitt bei dem feigen Angriff einen Schädelbruch, Hirnblutungen und Gesichtsverletzungen. Er wurde im Krankenhaus sofort notoperiert.

Die Polizei hält sich über die Hintergründe der Tat noch bedeckt. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ sagt ein Sprecher: „Wir wissen, dass das Opfer und sein Begleiter schwul sind. Ob die Täter es deshalb auf sie abgesehen haben, müssen die Ermittlungen ergeben“.

Für Bastian Finke, Leiter des Gewalt-Präventionsprojekt „Maneo“, liegt der Fall klar: Für ihn sprechen viele Kriterien dafür, dass es die Täter gezielt auf schwule Männer abgesehen haben, zum Beispiel der Tatort: „An dieser Ecke hat es schon viele Übergriffe gegeben“, erklärt Finke dem „Tagesspiegel“. Auch das brutale Vorgehen der Täter spreche dafür, so der „Maneo“-Leiter.