EuroPride in Zürich sucht dringend Sponsoren

Von 2. Mai bis 7. Juni geht in Zürich die heurige EuroPride über die Bühne: Mehr als 100.000 schwule und lesbische Touristen sollen dann die größte Stadt der Schweiz von ihrer schönsten Seite sehen.

Einzig: Das Angebot wird nicht so bunt sein, wie es das Organisationskommitee geplant hat. Denn im Schatten der Finanzkrise wollen viele Unternehmen die EuroPride nicht sponsern, heißt es.

Jürg Koller, Co-Präsident des Euro-Pride Trägervereins, hält das in einigen Fällen für eine Ausrede. Gegenüber dem „Tagesanzeiger“ erklärt er, die Unternehmen haben Angst, heterosexuelle Kunden zu vergraulen, wenn sie die EuroPride unterstützen: „Viele Firmen wollen mit uns Geld verdienen, nicht aber zu uns stehen.“ Denn als Kunden sind Lesben und Schwule beliebt: „Gleichgeschlechtliche Paare sind sogar lebens- und ausgabefreudiger als kinderlose heterosexuelle Paare. Sie wollen das Leben genießen und gönnen sich Lifestyle und Luxus“, bestätigt Maurus Lauber, Marketingleiter bei Zürich Tourismus, der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Ersten Bands und Künstler mussten die EuroPride-Organisatoren wegen der fehlenden Sponsorgelder schon absagen. Die Organisatoren sind darüber enttäuscht: Das Verhalten der Firmen zeige, dass Schwule und Lesben auch in der Schweiz nach wie vor für ihre Rechte kämpfen müssten, so Koller.

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