Katholischer Bischof: „Homos sterben früher“

Wieder greift die römisch-katholische Kirche Lesben und Schwule an – diesmal in Schottland. Das berichtet das britische Portal PinkNews.

Kirchensprecher Peter Kearney erklärt der Tageszeitung „Daily Mail“, warum seiner Meinung nach einem gleichgeschlechtliches Paar in Edinburgh nicht erlaubt werden sollte, zwei Kinder zu adoptieren: „Es gibt überwältigende Indizien, die zeigen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften von Natur aus unbeständiger sind und die Lebenserwartung derer reduzieren, die sie führen“, so der Kirchenmann.

Für den Protest Kearneys gibt es einen konkreten Anlass: Die Stadtverwaltung von Edinburgh hat das Sorgerecht für das vier- und fünfjährige Kind einer herionsüchtigen Frau entzogen und einem schwulen Paar zur Pflege gegeben. Die Großeltern der Kinder waren nach Meinung der zuständigen Sozialarbeiter zu alt, um die Kinder aufzunehmen.

Für den Kirchensprecher eine Fehlentscheidung, die „ernste Auswirkungen auf das Wohlergehen der Kinder haben wird“. In der „Daily Mail“ hetzt er weiter gegen das schwule Paar: „Mit diesen Fakten im Hinterkopf hat das Sozialamt mit voller Absicht Anzeichen ignoriert, die ihrer Entscheidung widersprechen und eine politisch korrekte Haltung gewählt, anstatt Stabilität und Schutz bereitzustellen. Es ist unmöglich, zu verstehen, wie diese Entscheidung zum Wohle der Kinder getroffen werden konnte“.

Bereits im Oktober hat sich die römisch-katholisch Bischofskonferenz in Schottland gegen das Recht schwuler und lesbischer Paare gewehrt, Kinder adoptieren zu können. Jim Devine, Bischof von Motherwell, bezichtigte auch die „Homo-Lobby“, Denkmale für die Verfolgung während des Nazi-Regimes hätten den Zweck, „sich selbst ein Image zu erschaffen, eine verfolgte Gruppe gewesen zu sein“.