Regenbogenball schon fast ausverkauft

Am Samstag ist es wieder soweit: Bereits zum 12. Mal lädt die HOSI Wien zum Regenbogenball auf das Tanzparkett des Wiener Parkhotels Schönbrunn. Mit Erfolg: Bis zu 1.500 Gäste zählt der Höhepunkt der lesbischwulen Ballsaison. Wer noch Karten möchte, muss sich beeilen: „Wir sind bereits fast ausverkauft“, freut sich Christian Högl, Obmann der HOSI Wien, die den Ball seit 2004 veranstaltet.

Und während am Life Ball alles schrill und bunt zugeht, zelebrieren Gäste und Veranstalter beim Regenbogenball die klassischen Tugenden der Wiener Ballsaison. So gibt es auch heuer wieder die Eröffnung durch das Regenbogen-Ballkomitee und die Tanzgruppe „Les Schuh Schuh“ eine Tombola sowie die Mitternachtsquadrille unter der Leitung von Tanzmeister Wolfgang Stanek..

Nach Mitternacht haben „Papermoon“ ihren Auftritt. Doch nicht nur österreichische Stars glänzen am Regenbogenball als Special Guests: Auch das zeitlose spanische Erfolgs-Duo „Baccara“, der britische Popmusiker Jimmy Sommerville oder Marc Almond begeisterten die Ballgäste.

„Unseren Gästen immer etwas Neues zu bieten und trotzdem nicht zu stark in das erfolgreiche traditionelle Konzept einzugreifen, das ist die große Herausforderung“, erklärt Organisator Christian Högl im Interview mit dem „Standard“. „Als wir den Ball übernommen haben, mussten wir nicht viel verändern, haben nur ein paar Verfeinerungen und Glättungen durchgeführt, zum Beispiel das Plakat neu gestaltet oder eine eigene Ball-Homepage eingeführt. Und heuer gab es erstmals einen Online-Ticketshop.“

Denn bis 2003 wurde der Ball vom Verein „Christopher Street Day Wien“ organisiert, der damals auch die Regenbogenparade veranstaltete. Veit-Georg Schmidt von der Buchhandlung „Löwenherz“ und Ex-CSD-Präsident erinnert sich: „Begonnen hat alles mit der Paraden-Abschlussparty 1997 im Volksgarten, bei der leider ziemlich viel schief gelaufen ist. Wir wollten damals ein einfaches, kostengünstiges ‚Wiedergutmachungsfest‘ für die Community starten – bis die Idee aufkam, doch einen Ball zu machen“, erzählt er im „Standard“-Interview. Das Hotel Wimberger, in dem die ersten Bälle stattfanden, wurde bald zu klein, man übersiedelte ins elegante Parkhotel Schönbrunn.

Mit dem Erlös tragen die Ballgäste übrigens zum Gelingen der Regenbogenparade bei: „Der Ball finanziert vor allem die aufwändige Technik am Heldenplatz“, erklärt HOSI-Wien-Obmann Högl.

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