Zürich Tourismus verdoppelt Budget für Schwule und Lesben

Zürich Tourismus hat heuer sein Budget für die lesbischwule Zielgruppe einmalig auf 100.000 Franken verdoppelt. Hauptgrund dafür ist die EuroPride: die größte europäische Kulturveranstaltung und Parade für Lesben und Schwule findet heuer an der Limmat-Stadt statt. Die Organisatoren erwarten für die Feiern vom 2. Mai bis 7. Juni insgesamt mehr als 100.000 Besucher.

Dementsprechend wurden auch eigene Fotomotive geschaffen: So setzt auf einem Foto ein schwules Paar bei Sonnenuntergang an der Limmat zum Kuss an, oder zwei Frauen werfen werfen sich in einem Café verliebte Blicke zu. „Wenn in unserer Stadt schon ein solcher Anlass mit internationaler Beachtung stattfindet, müssen wir das Potenzial nutzen“, sagt Maurus Lauber von Zürich Tourismus der Schweizer Zeitung „20 Minuten“. Und auch EuroPride-Sprecher Michael Rüegg ist begeistert: „Ein gewaltiger Fortschritt – noch vor zehn Jahren wären Fotos einer Tourismusorganisation mit Frauen- oder Männerpaaren undenkbar gewesen.“

Um Streuverluste zu vermeiden, konzentriert sich die Kampagne auf die Hauptmärkte Großbritannien, Deutschland und die USA. Und anstelle von Auftritten bei Ferienmessen gibt es Szene-Flyer und Newsletter.

Zürich ist dabei nicht die einzige Stadt, die auf schwule und lesbische Touristen setzt. Auch Bern versucht, mit einer eigenen Kampagne dieses kaufkräftige Zielpublikum zu erreichen.

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