Brutaler Mord in Münchner Schwulenszene vor Aufklärung

Einer brutaler Mord in der Münchner Schwulenszene ist offenbar geklärt: Die Polizei hat auf einem Autobahnparkplatz im Burgenland einen deutschen Staatsbürger gefasst, der Ende Jänner den 35 Jahre alten Handelsvertreter Markus Schindlbeck ermordet und zerstückelt haben soll.

Den Torso des Toten fand ein Förster am 27. Jänner im tschechischen Grenzgebiet bei Pilsen, vier Tage später wurden Arme und Hände mit abgetrennten Fingerkuppen in der Isar gefunden. Von den restlichen Körperteilen des Handelsvertreters fehlt noch immer jede Spur.

Gestern abend gegen 18.00 Uhr, kurz vor der ungarischen Grenze, klickten die Handschellen der österreichischen Ermittler. Der mutmaßliche Täter war mit dem silbernen Opel des Täters auf dem Weg nach Ungarn. In dem Wagen wurde nach Ermittlungen der Polizei offenbar auch die Leiche des Handelsvertreters aus der Wohnung geschafft. Es gab seit längerem eine intensive Zusammenarbeit zwischen internationalen Stellen in diesem Fall, sagte Helmut Greiner, Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamtes.

Schindlbeck war bei seiner Familie nicht geoutet, aber trotzdem in der Münchner Community unterwegs. Unter dem Nick „lieberbaer“ war er auch im Internet zu finden, seine Profile sind mittlerweile gelöscht. Sein Login am 23. Jänner war sein letztes Lebenszeichen.

Die Münchner Polizei gibt zu dem Fall zur Stunde eine Pressekonferenz in München, GGG.at informiert über die weiteren Ergebnisse.

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