Gegen Homosexualität und Menschenrechte: Grüne empört über Piusbruder-Interview

Die Äußerungen von Helmut Trutt, Chef der konservativen Piusbrüder in Österreich, empören auch die Grünen. Sie fordern eine Klarstellung des Wiener Erzbischofs Christoph Schönborn.

Wie GGG.at berichtet, sagte Trutt in einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ über Homosexualität: „Die Heilige Schrift ist diesbezüglich sehr eindeutig und da nehmen wir auch kein Blatt vor den Mund: Praktizierte Homosexualität ist eine Sünde“. Außerdem bezeichnete er die Proklamation der Menschenrechte als Beginn des Atheismus, denn „der Mensch hat allein gottgegebene Rechte“.

„Kardinal Schönborn muss sich klar und unmissverständlich von den heutigen Aussagen von Helmut Trutt, Oberer der Pius-Bruderschaft in Österreich, distanzieren“, fordert jetzt Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen. „All diese Äußerungen gehen weit über innerkirchliche Auseinandersetzungen hinaus, sie stellen Fundamente unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens – etwa die Menschenrechte – in Frage. Ein Schweigen von Schönborn wäre daher absolut unverständlich“, ist sich Steinhauser sicher.