Schwule und lesbische Christen protestieren gegen Wagner

Gegen die Aussage des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner, Homosexualität sei heilbar, kommt auch immer stärkere Kritik von engagierten Christen.

Allen voran weisen die in Österreich tätigen Ökumenischen Arbeitsgruppen „Homosexuelle und Glaube“ (HUG) in einer gemeinsamen Aussendung Wagners Aussagen zurück: „Er steht mit seiner Meinung, Homosexuelle bedürfen der Heilung, selbst im Widerspruch zum Katechismus der Katholischen Kirche. Die Aufforderung, dass Homosexuelle ‚behandelt‘ werden sollten, ist eines Seelsorgers unwürdig. Diese Diktion birgt in ihrer Menschenverachtung die Gefahr, die schlimmsten Zeiten des 20. Jahrhunderts wieder zu erwecken“, heißt es in der Aussendung. Um den Schaden für Kirche und Gesellschaft zu begrenzen, fordern die Arbeitsgruppen Wagner auf, sich für seine Aussagen zu entschuldigen und sich zu diesem Thema in Zukunft nicht mehr öffentlich zu äußern.