SoHo: „Kirche entfernt sich von Nächstenliebe“

Dass die römisch-katholische Kirche in den letzten Tagen ihr negatives Bild über Homosexualität sehr deutlich kundgetan hat, empört Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo). „Wer nicht dem Weltbild diverser Damen und vor allem Herren in der katholischen Kirche und deren zum Teil skurrilen Ausläufern entspricht, wird gnadenlos beschimpft, verurteilt, verhöhnt und geradezu verbal bespuckt“ ärgert sich Traschkowitsch.

Gelegenheiten dazu hatte die römisch-katholische Kirche zuletzt genug, erinnert sich der SoHo-Vorsitzende: „Abt Gregor Henckel-Donnersmarck spricht in der ORF-Sendung ‚Im Zentrum‘ von Homosexualität als ‚medizinisches Problem‘, der Distriktobere der Pius-Bruderschaft in Österreich, Helmut Trutt, hetzt gar im Ö1-Mittagsjournal mit der an Verachtung nicht mehr zu übertreffenden Bezeichnung ‚Homosexualitäter‘, oder der künftige Linzer Weihbischof Wagner meint, dass Homosexualität heilbar und homosexuelle Menschen daher zu behandeln wären.“ Mit solchen Aussagen stehe es der römisch-katholischen Kirche nicht zu, über Bamherzigkeit und Nächstenliebe zu sprechen und zu predigen, so Traschkowitsch weiter.

Seine Schlußfolgerung in Richtung Vatikan: „Viele Lesben und Schwule sind mit Sicherheit bessere Christen als so mancher Ihrer Vertreter, denn wir haben gelernt unsere Mitmenschen zu akzeptieren vor allem zu integrieren und zwar so, wie sie sind.“