USA: Irak-Veteranin nach Kuss im Supermarkt gefeuert

Weil sie an der Supermarktkasse ihre Freundin geküsst hat, ist eine Irak-Veteranin aus der der Nationalgarde von Kansas gefeuert worden. Amy Brian ist damit das erste Mitglied der Garde, das sie wegen dem „Don’t ask, don’t tell“-Gesetz aus dem Jahr 1993 verlassen musste.

„Jeder wusste, dass ich lesbisch bin, und keiner hatte ein Problem damit“, wundert sie sich. Doch ein Kollege, die einer zivilen Einheit der Nationalgarde angehört, hatte offenbar doch ein Problem: Er informierte ihre Vorgesetzten per E-Mail, dass er Amy Brian gesehen hatte, wie sie an der Wal-Mart-Kasse eine Frau geküsst hat. Die Erhebungen begannen, und nach der geltenden Rechtslage musste Brian gefeuert werden.

Sie ist jetzt wütend: „Es war egal, als ich in den Irak gegangen bin. Es war egal, als ich mit dem Lastwagen herumgefahren bin. Es war egal in meiner Fähigkeit, meinem Land zu dienen. Ich wurde nicht entlassen, weil ich eine Verfehlung begangen habe, sondern einfach, weil jemand anderer ein Problem mit meiner Sexualität hat“.

Seit das „Don’t ask, don’t tell“-Gesetz 1993 in Kraft getreten ist, mussten 12.500 Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität die US-Armee verlassen. Es ist das einzige Bundesgesetz, das einen Dienstgeber verpflichtet, offen schwule oder lesbische Dienstnehmer zu entlassen.

Drei von vier Amerikanern unterstützen mittlerweile den Versuch von Präsident Barack Obama, das Gesetz aufzuheben und offen lebenden Lesben und Schwulen eine Militärkarriere zu ermöglichen. Schätzungen zufolge dienen 65.000 Homosexuelle versteckt im amerikanischen Militär.