Feldkircher Bischof: „Homosexualität wie Alkoholismus“

Nun hat sich auch der konservative Feldkircher Bischof Elmar Fischer in der Debatte, wie die Kirche mit Homosexualität umgehen soll, zu Wort gemeldet. Im Interview mit dem ORF Vorarlberg ist auch er der Meinung, Homosexualität sei eine psychische Krankheit.

Er verstehe nicht, warum man der Meinung sein könne, dass Homosexualität eine alternative Sexualform ist, so der 72-Jährige. Für ihn ist sie mit Alkoholismus oder Angstneurosen vergleichbar. Und nachdem seiner Meinung nach auch Alkoholismus heilbar sei, könne man in vielen Fällen auch Homosexualität heilen, meint der Bischof.

Wie andere psychisch Kranke seien aber auch Homosexuelle in der Kirche willkommen, so Fischer. Schließlich würden ja auch Angstneurotiker nicht aus der Kirche ausgeschlossen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Fischer gegen Lesben und Schwule ausspricht: Als Prälat wollte er im Jahr 1996 eine Lesben- und Schwulenveranstaltung in Dornbirn verhindern. Damals schickte er ein mehrseitiges Rundschreiben an alle Pfarren in Vorarlberg, in dem er Studien zitiert, nach denen fast die Hälfte aller Homosexueller beim Sex Drogen nehmen würden und „gewisse geistige Störungen unter Homosexuellen mit weitaus höherer Häufigkeit vorkommen“. Außerdem behauptet er, von zehn Homosexuellen würden drei an Orgien teilnehmen, einer sei Sadomasochist und einer hätte eine Vorliebe für Minderjährige. „Diese Gruppe kann also nicht als ‚gay‘ (=lustig) bezeichnet werden“, so Fischers damalige Schlussfolgerung.

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