Minister: „Keine Schwulen in Nigeria“

In Nigeria gibt es keine Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transgender – das behauptet zumindest Außenminister Ojo Madueke gegenüber der UNO bei Beratungen über Menschenrechte in Afrika.

So sagte er bei der UNO-Menschenrechtssitzung: „Wie wir es in unserem nationalen Bericht erwähnt haben, haben wir keine Aufzeichnungen, dass es eine Gruppe von Nigerianern gibt, die in die Rubrik der schwulen, lesbischen und Transgender-Gruppen fallen. Wir haben uns für unser Nationales Beratungs-Forum auf die Suche nach einer solchen Gruppe gemacht, aber wir haben keine Nigerianer mit dieser Sexualität getroffen. Wenn sie eine nicht greifbare Gruppe sind, taucht auch nicht die Frage nach Gewalt gegen sie auf, nur weil man ihnen spezielle Rechte verweigert“

Erst im Jänner hat das Parlament in Nigeria ein Gesetz verabschiedet, dass gleichgeschlechtliche Partnern, die „wie Mann und Frau zusammenleben“ oder eine andere Art einer sexuellen Beziehung haben, drei Jahren Gefängnis droht, Mitwissern bis zu fünf Jahren. Amnesty International hat das Gesetz schaft kritisiert und fordert seine Aufhebung.

Doch auch sonst ist Nigeria gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe gnadenlos: „Geschlechtsverkehr mit einer Person gegen die Natur oder das Zulassen von Geschlechtsverkehr mit einem Mann“ wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft.