Republikaner demontieren schwulenhassenden Senator

Einer der größten Schwulen- und Lesbenfeinde des ohnehin konservativen US-Bundesstaates Utah hat aufgrund seiner Aussagen Probleme bekommen: Der republikanische Senator Chris Buttars musste den Vorsitz des Justizausschusses von Utah räumen, nachdem er in einer Fernsehdokumentation „radikale Homos“ als größte Gefahr der Vereinigten Staaten bezeichnet hat.

Dementsprechend laut war der Aufschrei der lesbischwulen Community: Die Human Rights Campaign (HRC), die größte lesbischwule Bürgerrechtsgruppe der USA, hat dem Senatvorsitzenden einen harschen Brief geschrieben: „Worte spielen eine Rolle. Als gewählter Amtsträger sind die Worte von Senator Buttars ein Beispiel für die Öffentlichkeit.“. Besonders erregt die HRC, dass Buttars lesbischwule Aktivisten als „gemeine Scheisser“ bezeichnet hat: „Diese Äußerungen sind besonders problematisch, weil immer mehr lesbischwule Amerikaner Hate Crimes fürchten müssen“.

Buttars Parteifreunde teilen diese Kritik offenbar: haben ihn deshalb jetzt demontiert – er selbst versteht das nicht: „Es gibt nichts, für das ich mich entschuldigen müsste“, meine Buttars in einer ersten Stellungnahme. Harsche Worte ist der Mann gewohnt: Er hat in dem Interview, das ihm die Probleme gebracht hat, auch Schwule mit islamischen Fundamentalisten verglichen und gemeint, sie hätten keine Moral.