Weißer Knoten statt roter Schleife: Die Community hat ein neues Symbol

Es war das Symbol, das die meisten Hollywood-Stars bei der Verleihung der Oscars tragen: Einen weißen Knoten – das neue Zeichen für alle, die auch bei der Ehe gleiche Rechte für Lesben und Schwule wollen.

Allen voran Dustin Lance Black, der Drehbuchautor von „Milk“, der für sein Buch über den ersten offen schwulen Politiker der USA, eine der Goldstatuen erhalten hat. In einer atemberaubenden Rede, die der ORF in seiner Zusammenfassung nicht gezeigt hat, appellierte er an junge Schwule, sich nicht unterkriegen zu lassen: „You are beautiful wonderful creatures of value“. Mit dem weißen Knoten am Revers warb er für die Öffnung der Ehe.

Und er war nicht alleine: Allein aus der „Milk“-Crew trugen Emile Hirsch, Regisseur Gus Van Sant oder Josh Brolin den Knoten, genauso wie der Vater von Anne Hathaway oder Bruce Cohen.

Bei den Spirit Awards zierte das weiße Band die edlen Roben von Lucy Liu, Jessica Alba oder Christina Applegate, auch Kultregisseur John Waters trug den Knoten. Bei den Emmys zeigten Eurythmics-Mastermind Dave Stewart und „Foo Figher“ Dave Grohl mit dem Knoten ihre Solidarität.

Einen Boom erlebte das Symbol, nachdem in Kalifornien die Homo-Ehe nach einer Volksabstimmung wieder abgeschafft wurde – und damit zum ersten Mal einer Minderheit neu erworbene Rechte wieder weggenommen wurden.

Dass ein weißer Knoten das Symbol für das Recht zu heiraten wird, ist einfach zu erklären: Auf Englisch bedeutet „tie the knot“ soviel wie „den Bund fürs Leben schließen“, die Farbe weiß soll dabei eine Hochzeit symbolisieren.

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