Google blockiert Schwulen-News-Homepage

Google hat eine beliebte Newsseite für Lesben und Schwule als gefährlich eingestuft. So meint der Software-Riese, bei PinkNews.co.uk gefährliche Software entdeckt zu haben, die den Lesern der Seite schaden könnte. Browser, die auf die Google-Liste zugreifen, konnten nicht auf PinkNews gelangen. Das betrifft vor allem Firefox, Safari und Google Chrome.

PinkNews kann diese Einstufung nicht nachvollziehen: „Wir haben jedes einzelne Stück Code auf der Website durchsucht und können keine Verwundbarkeiten finden – wir fragen uns, wie das passieren konnte“. Auch die Blacklist von Google-Konkurrent Yahoo oder Virensuchprogramme stufen die Seite nicht als gefährlich ein.

Redakteur Tony Grew bemüht sich um Schadensbegrenzung und entschuldigt sich bei den Lesern. Gemeinsam mit Technikern arbeite man bereits daran, das Problem zu lösen, heißt es. „Als eines der beliebtesten lesbischwulen News-Portale sind wir uns bewusst, dass einige unserer treuen Leser Angst hatten, dass wir Opfer einer homofeindlichen Attacke wurden“.

Für den Betreiber bedeutet die Google-Einstufung einen enormen Imageschaden und erhebliche finanzielle Einbußen. Bis zur Lösung des Problems bittet PinkNews seine Leser, auf einen anderen Browser wie den Internet Explorer auszuweichen. Fehler wie diese passieren Google in letzter Zeit häufiger: So hat der Suchmaschinenbetreiber im letzten Monat das gesamte Internet als Inhalt eingestuft, der „den Computer schädigen kann“.