Homo-Hochzeiten werden Wirtschaftsfaktor

Was vor wenigen Jahren noch undenkbar war, ist heute in 21 europäischen Ländern selbstverständlich: die rechtliche Anerkennung von schwulen und lesbischen Partnerschaften.

Allein in unserem Nachbarland Deutschland leben etwa 68.000 Paare als gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft in einem Haushalt zusammen. Etwa 15.000 davon sind bereits offiziell „verpartnert“: 10.000 schwule und gut 5.000 lesbische Paare haben ihre eingetragene Lebenspartnerschaft registrieren lassen.

Rechtliche Fortschritte in Sachen Erbrecht und Rente machen die Verpartnerung – inklusive Zeremonie – in Deutschland immer attraktiver. „Homopaare wollen mit ihrer Ehe ein Zeichen setzen“, sagt Frank Matthée, Deutschlands bekanntester Weddingplaner. Der 37-jährige, der auf ProSieben Sarah Connor unter die Haube brachte, weiß: „Schwule und Lesben lieben ausgefallene Hochzeiten.“

Dem entsprechend entsteht zur Zeit – Wirtschaftskrise zum Trotz – ein ganz neuer Markt rund um Hochzeiten für Lesben und Schwule: Mode, Ringe, Blumen, Torten – alles abgestimmt auf den schönsten Tag für Sie & Sie und Ihn & Ihn. In Berlin, Hamburg, Köln und München gibt es in diesem Frühjahr die ersten Hochzeitsmessen für Schwule und Lesben.

Und zum Nachlesen erscheint in Deutschland gerade „Queer Wedding“, das erste Hochzeitsmagazin für Schwule und Lesben, mit einer Auflage von 120.000 Stück. Herausgegeben wird das Magazin vom Berliner Jackwerth Verlag, der vom Erfolg der Zeitschrift überzeugt ist: „Schwule und Lesben verfügen über hohe Kaufkraft. Bei der eigenen Hochzeit wird erst recht nicht geknausert.“ „Queer Wedding“, das Hochzeitsmagazin für Schwule und Lesben, liegt den Zeitschriften L-Mag, Du&Ich und Siegessäule kostenlos bei und wird auf Hochzeitsmessen und bei Standesämtern verteilt.

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