Weil sie lesbisch ist: Microsofts Xbox Live sperrt Userin Account

Weil sie lesbisch ist, wurde eine Xbox-Live-Userin von anderen Usern beschimpft. Die Reaktion von Betreiber Microsoft: Der Account der lesbischen Userin wurde gesperrt.

Auf der Plattform „The Consumerist“ beschreibt Userin Teresa ihre Erfahrungen. Sie wurde beschimpft, weil sie auch in der virtuellen Welt von Microsoft offen lesbisch lebt: „Ich wurde von mehreren Spielern belästigt und auf andere Maps und Spiele ‚gejagt‘, um ihren Belästigungen zu entfliehen. Sie sind mir gefolgt und haben allen anderen Spielern gesagt, sie sollen mich anschwärzen weil sie diesen Mist hier nicht sehen wollen oder ihre Kinder diesen Mist hier nicht sehen sollen. (…) Mein Account wurde gesperrt, und Microsoft hat nichts getan, um das Problem zu lösen – stattdessen haben sie gesagt, andere finden [mein Profil] anstößig. Heute habe ich eine Message von einem anderen Gamer bekommen, der mich Schwuchtel genannt hat.“

Doch Microsoft will weiter nichts gegen schwulen- und lesbenfeindliche Gamer machen, ärgert sich Teresa, „stattdessen schlägt es sich auf die Seite der Homophopen. Keiner hilft mir oder sagt was über die Anti-Gay-Richtlinien von Microsoft. Nicht einmal HRC [eine große lesbischwule Menschenrechtsorganisation, Anm.], die sagen, Microsoft hat für sie ein positives Image“.

Mittlerweile hat Microsoft reagiert – nicht im Sinne der Lesben und Schwulen. Stephen Toulouse von Xbox Live sagte in seinem Twitter: „Die Bekundung jeglicher sexueller Orientation (hetero oder homo oder sonstwie) ist in Gamertags nicht erlaubt.“ Allerdings arbeite er an einem Weg, „in Zukunft problemlos Beziehungsvorlieben im Profil nennen zu können“. Toulouse erklärt dazu: „Wir haben von den Usern gehört, dass man diese Möglichkeit haben will, also prüfe ich, wie man das zur Verfügung stellen kann, ohne dass es missbraucht wird.“

Zu den Beleidigungen der anderen User gab es keine Stellungnahme. Es ist nicht das erste Mal, dass Microsofts Xbox Live wegen Diskriminierung von Lesben und Schwulen auffällt: So sind Wörter wie „gay“ prinzipiell gesperrt – was auch dazu führte, dass User Richard Gaywood gesperrt wurde.

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