Irland: Bevölkerung für Homo-Ehe

Immer mehr Iren sind dafür, dass Lesben und Schwule auf der Grünen Insel eine Eingetragene Partnerschaft eingehen können.

Eine Umfrage der Organisation „MarriagEquality“ besagt, dass 81 Prozent der Befragten dafür sind, dass der Staat alle Bürger gleich behandeln soll, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Drei von fünf Befragten halten es für eine Diskriminierung, dass Lesben und Schwule nicht heiraten können.

Die Regierung hat angekündigt, noch im Frühling ein Gesetz für Eingetragene Partnerschaften im Dáil, dem irischen Parlament, einzubringen. Damit hätten schwule und lesbische Paare weitreichende Rechte im Pensions-, Sozialversicherungs-, Eigentums-, Steuer-, Unterhalts- oder Erbrecht.

Homosexuellen Paaren die Ehe zu öffen hat die irische Regierung hingegen ausgeschlossen. Dafür müsste die Verfassung Irlands geändert werden. Doch auch dazu wären die Iren bereit, wenn man der Umfrage glauben darf: 62 Prozent der Befragten gaben an, bei einer Volksabstimmung für die Öffnung der Ehe zu stimmen.

Dementsprechend freut sich Grainne Healy, Co-Vorsitzende von MarriagEquality: „Die Studie ist die erste ihrer Art, die so unmissverständlich die Unterstützung aufzeigt, die Lesben und Schwule haben, wenn es um das Recht geht, in Irland eine Zivilehe zu schließen“, sagt Healy gegenüber dem Nachrichtenportal PinkNews.