Fußball: Spanischer Trainer will Spieler bei Outing helfen

Unerwartete Unterstützung für schwule Profi-Fußballer kommt von Unai Emery, Coach von Valencia und einer der großen Trainerhoffnungen Spaniens. Das berichtet das Fußballmagazin „Ballesterer“ in seiner Online-Ausgabe.

So hat Emery bei einer Pressekonferenz vor dem UEFA-Cup-Spiel gegen Dynamo Kiew gesagt, ein homosexueller Spieler im Team wäre kein Problem für ihn. Im Gegenteil: Das Coming Out eines Spielers im Vertrauen würde ihn sogar sehr freuen, bei etwaigen Konflikten würde er an dessen Seite stehen. Emery ist sich sicher, dass es unter seinen Kollegen sicher Homosexuelle gibt. Er weiß aber, dass der Weg, bis sich die Welt des Fußballs öffne und offen schwule Spieler akzeptiert, allerdings noch weit sei.

Warum es bis jetzt noch kein öffentliches Outing eines Spielers gegeben hat, führt der Trainer auf den „Machismo“ im Fußball zurück. Aber auch der Kampf gegen falsch verstandene Männlichkeitsvorstellungen ist zu gewinnen: „Im Fußball kann es genauso offen Homosexuelle geben und es würde keinen Unterschied machen. Das Wichtige ist, dass man (beim Coming Out) hilft.“, so Emery.

Auch, wenn Spanien die Zivilehe für Lesben und Schwule geöffnet hat – der Weg bis zum ersten Outing ist noch weit. Das zeigen die Reaktionen auf die Aussagen Emerys. So sprach die konservative Zeitung „El Mundo“ von „Theorien“. Und als der Guti von Real Madrid im letzten Jahr fotografiert wurde, als er einem Mann geküsst hat, musste er sich darauf ausreden, dass es seine Schwester gewesen wäre…