Siegfried und Roy hatten ihren letzten Auftritt

Eine der zauberhaftesten Karrieren von Las Vegas ist vorbei: Siegfried und Roy haben sich am Wochenende mit einem letzten Zaubertrick von ihrem Publikum verabschiedet.

Die Vorstellung der beiden dauerte nur zehn Minuten und fand bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Hotel-Casino Bellagio statt. Nur tausend Zuschauer hatten das Glück, diesem Augenblick beizuwohnen.

Roy Horn, der vor fünf Jahren von seinem Lieblingstiger Montecore auf offener Bühne angegriffen und lebensgefährlich verletzt wurde, kam auf seinen Partner Siegfried Fischbacher gestützt auf die Bühne. Er trug einen schwarzen Umhang und eine Maske vor dem Gesicht.

Der ganz in Weiß gekleidete Fischbacher betrat einen der beiden leeren Glaskäfige, die verhängt wurden. Als Horn die Tücher wegzog, befand sich Fischbacher im anderen Käfig, an seiner Stelle saß Montecore.

Das Publikum war begeistert: Es sprang auf und klatschte begeistert Beifall. Zum Abschied zogen Siegfried und Roy ihre Masken vom Gesicht, winkten ins Publikum und warfen Handküsse. Dabei sagten sie kein einziges Wort.

„Das wird das ‚Auf Wiedersehen‘, das wir nie sagen konnten. Wir wollen uns für die vielen Geschenke und die Liebe bedanken, die wir während der Jahre erhalten haben‘, sagte Siegfried der „Las Vegas Sun“ vor der Vorstellung.

Mit ihren aufwändigen Bühnenshows und den weißen Tigern haben Siegfried und Roy ihr Publikum über Jahrzehnte begeistert. Für das Casino-Hotel Mirage hatten sie 13 Jahre lang einen Vertrag – ihre 5.000 Shows dort sahen mehr als zehn Millionen Zuschauer.

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