Ein Drittel der Fans will keinen schwulen Kicker

Trotz aller Beteuerungen: Homophobie bleibt im Fußball ein Problem. Das geht aus einer Studie hervor, die „sozioland“ parallel in Österreich, Deutschland und der Schweiz durchgeführt hat.

Auch, wenn ein Großteil der Befragten beteuert, die sexuelle Orientierung der Spieler sei ihnen egal, wenn die Leistung stimmt: Fast ein Drittel der österreichischen Fans können sich nicht vorstellen, Fan eines schwulen Kickers zu sein. In Deutschland ist dies für ein Viertel der Befragten nicht vorstellbar, in der Schweiz für 38 Prozent. Dementsprechend groß ist das Verständnis, dass sich derzeit kein Profi-Fußballer öffentlich outen wird.

Dass schwule Profils ein schlechtes Vorbild für den Nachwuchs sind, glauben 28 Prozent der österreichischen Fans. In Deutschland sind es nur 17 Prozent, in der Schweiz hingegen dreißig. Die von vielen Fans gewünschte Toleranz kommt unter dem Druck von Gruppenzwang oft nicht über ein Lippenbekenntnis hinaus.

Für die Umfrage wurden insgesamt 31.000 Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.