Zürich: Gebetsnächte gegen EuroPride

Der Widerstand von konservativen Christen gegen die EuroPride 2009, die von 2. Mai bis 7. Juni in Zürich stattfindet, verlegt sich nun auf die spirituelle Ebene.

Nachdem eine Petition mit 5400 Unterschriften, in der die konservative „Familienlobby“ die Stadtregierung auffordert, sich von der Euro-Pride zu distanzieren, wirkungslos verpufft ist, setzt man nun auf die Kraft des Gebets.

Wie die Familienlobby mitteilt, beten seit mehr als zwei Jahren eine „wachsende Zahl von Frauen und Männern“, dass „Gott selber die Groß-Parade vom 6. Juni 2009 verhindert“. Auch die evangelische City-Church in Zürich hat sich dem Aufruf der Familienlobby angeschlossen. Bis Ende April widmet sie ihre regelmäßig stattfindenden Gebetsnächte der EuroPride. Ihr Ziel: diesen Anlass „geistlich zu bekämpfen“: „Wir sind der Ansicht, dass durch das Festival in Zürich falsche Akzente gesetzt werden, die Gott nicht ehren“, erklärt Gemeindeleiter Hansjörg Stadelmann dem Zürcher „Tagesanzeiger“.

Lesbischwule Organisationen in der Schweiz kritisieren das Engagement der Familienlobby scharf: Ihr gehe es nicht nur darum, die Parade zu verhindern, sondern auch um eine diffamierende Kampagne gegen Homosexualität im Allgemeinen loszutreten.