Mardi Gras in Sydney: Megaparty für Schwulenrechte

Ein voller Erfolg wurde auch heuer wieder die Mardi Gras Parade im australischen Sydney. Insgesamt 9.500 Teilnehme sind mit fantasievollen Kostümen voller Pailletten, Federn und Perücken durch die Straßen der Stadt gezogen, begleitet von mehr als 300.000 begeisterten Zuschauern. Einer der Ehrengäste auf den Wagen war Matthew Mitcham, der erste offen schwule Olympiasieger. Auch das Verteidigungsministerium hatte einen eigenen Wagen bei der Veranstaltung, die eine der größte Schwulenparaden der Welt ist.

Die Parade untermauert den Anspruch Sydneys, die trendigste und aufregendste Stadt in Australien zu sein. Doch nicht immer gab sich die Stadt so aufgeschlossen: Bis 1984 war Homosexualität im Bundesstaat New South Wales verboten.

Dem entsprechend fand die erste Parade 1978 als Protestmarsch Homosexueller und Transsexueller statt. Die diesjährige Parade stand unter dem Motto „Nations United“, eine Anerkennung an Lesben und Schwule in aller Welt.

Neben der Parade gehören auch Filmaufführungen, Lesungen und Ausstellungen zum Mardi Gras in Sydney.

Übertragen wird die Parade übrigens von Foxtel, einem Kanal des australischen Medienmoguls Richard Murdoch. Dessen amerikanischer Nachrichtensender Fox News wettert in den USA massiv gegen die Homo-Ehe.