Großbritannien: Vorurteile gegen Homosexuelle am häufigsten

Eine aktuelle Studie aus Großbritannien belegt, dass Vorurteile und negatives Verhalten gegenüber Lesben und Schwulen weiter verbreitet ist als Rassismus.

Die Studie der Britischen Psychologischen Gesellschaft hat sechzig Freiwillige befragt. Dabei ist sie zu dem Schluss gekommen, dass sie Homosexuellen gegenüber negativer eingestellt waren als allen anderen Minderheiten, wie zum Beispiel ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter oder Behinderungen.

Die Studie war nicht einfach durchzuführen, erklärt Studienleiter Pete Jones: „Vorurteile sind sehr schwer messbar, nachdem es heutzutage in der Gesellschaft ernste Konsequenzen hat, wenn man sich zu Rassismus, Sexismus oder der Diskriminierung von Älteren bekennt. Um die wirklichen Einstellungen zu entdecken, haben wir mit computerbasierten Tests ihr ’stillschweigendes‘ Verhalten gemessen – Assoziationen, denen wir uns nicht bewusst sind.“

Das Ergebnis dieser Messungen: Sieben Prozent der Befragten sind Schwulen, drei Prozent Lesben gegenüber stark negativ eingestellt. Weitere 35 Prozent haben einige Vorurteile gegen Schwule, 41 Prozent gegen Lesben. Zum Vergleich: Mit Asiaten hatten nur 28 Prozent der Befragten ein Problem, mit Schwarzen 25 Prozent.

Jones kommt zu dem Schluss, dass „schwul oder lesbisch zu sein ‚das neue Schwarz‘ sein könnte, wenn es darum geht, ein Opfer von Vorurteilen zu werden“.