Kölner Politiker ätzt gegen CSD-Einladung

In Köln müssen sich Finanzpolitiker mit Lesben- und Schwulenthemen beschäftigen – und einige von ihnen sind mit Homosexualität in der Domstadt offenbar überfordert.

Wie der Kölner „Express“ berichtet, empfiehlt die städtische „Arbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender“, vom 3. bis 5. Juli jeweils einen lesbischwulen Gast aus den Kölner Partnerstädten zum Kölner CSD – der als politischen Demonstration angemeldeten Parade – einzuladen. Köln hat Partnerschaften mit Kattowitz (Polen), Istanbul (Türkei), Thessaloniki (Griechenland) und Tel Aviv (Israel).

Da das Budget dafür – insgesamt 10.000 Euro – am 23. März vom Haushaltsausschuss genehmigt werden muss, gehen dort die Wogen hoch. Ein konservativer Abgeordneter, der anonym bleiben will, ätzt im „Express“: „Um Gottes willen! Einladen? Wen denn? Sollen wir etwa ein Casting in Kattowitz machen: Köln sucht den Super-Homo?“

Doch das von dem Politiker gefürchtete Casting wird es nicht geben: Lokale lesbischwule Organisationen sollen einen offiziellen Gast für Köln benennen.