NPD pöbelt gegen Lesben und Schwule

In Deutschland hetzt die rechtsradikale NPD erneut gegen Homosexuelle. Grund: Die „BAG Queer“, der Lesben- und Schwulenarbeitskreis der Linkspartei traf sich zu seiner Bundesversammlung in Kassel. Das berichtet das Infoportal queer.de.

Die Aktivisten trafen sich am 14. und 15. März in der Jugendherberge der Stadt. Im Vorfeld forderte der NPD-Kreisverband Kassel auf seiner Homepage: „Keine homo- und transsexuellen Polit-Querulanten von Queer – Die Linke in der Jugendherberge Kassels!“

Die Rechten erzünte, „dass Perverse und Homosexuelle ihre kruden Ideen von sexueller Perversion und deren gesellschaftlicher Legitimation in Kassels Vorderen Westen verbreiten dürfen“. Dann folgt eine Sammlung von Vorurteilen: „Dass sich die Gehirne von Homosexuellen von denen der Heteromenschen unterscheiden, ist längst wissenschaftlich belegt worden“, heißt es, Lesben seien „nicht zu beneidenden Exemplare“, die wie Männer auf Pheromone reagieren und deshalb „im falschen Körper heimisch“ seien, erklärt die NPD.

Und natürlich sind im Weltbild der NPD alle Schwulen Kinderschänder oder zumindest pädophil. „Wir sprechen uns hier gegen die Duldung von Pädophilen und Kinderschändern zumal in öffentlichen Räumen aus“, schreibt der Autor. Dabei verweist er auf den auch innerhalb der BAG Queer nicht unumstrittenen Dieter G., der auch eine einschlägige Info-Website betreibt. In diesem Zusammenhang fordert die NPD Kassel die Todesstrafe für Kinderschänder.

Außerdem lehnt die NPD – wie auch in Österreich die FPÖ – Gender Mainstreaming ab, für die deutschen Rechten eine „politische Irrlehre“. „Das Deutsche Volk zu schützen ist die wichtigste Aufgabe in diesen Zeiten des moralischen Zerfalls“, fasst die NPD ihre Ängste vor den lesbischwulen Linken zusammen.