USA: Immer mehr Lesben und Schwule arm

In den USA wird am Freitag eine Studie über Armut und Homosexualität präsentiert. Deren Ergebnis: Lesben, Schwule und Bisexuelle sind gleich oft oder sogar öfter arm als Heterosexuelle.

„Weil in der Volkszählung nicht nach der sexuellen Orientierung gefragt wird, sind lesbischwule Familien in der Armutsstatistik nicht sichtbar“, heißt es in der Studie. Damit räumt sie mit dem Bild der Upper-Class-Homosexuellen auf. „In einigen Untergruppen sind sie sogar ärmer als ihr heterosexuelles Gegenüber.“

Teil der Studie, die vom Williams Institute der Universität von Kalifornien verfasst wurde und am Freitag dem Kongress präsentiert wird, ist auch eine Analyse der sozialen und politischen Faktoren, die dazu führen, dass Lesben und Schwule ärmer sind – zum Beispiel ein fehlender Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz, das Fehlen der Möglichkeit zu heiraten und mehr Nicht-Versicherte.

Genaue Zahlen, wie viele Schwulen und Lesben von Armut betroffen sind, werden auch bei der nächsten Volkszählung nicht erhoben werden: Diese Woche wurde beschlossen, dass die Zählung im nächsten Jahr nicht nach der sexuellen Orientierung fragen wird und Homo-Ehen und andere Formen der Eingetragenen Partnerschaft ebenfalls nicht erhebt.