[Video] Erstes Hotel für Schwule in Berlin

In Berlin hat das erste Hotel für Schwule eröffnet. In der Lietzenburger Straße nahe dem KaDeWe, in Gehweite zum schwulen Kiez rund um die Motzstraße, hat Axel Hotels sein drittes Haus eröffnet. Die Hotelkette, die schon Hotels in Barcelona und Buenos Aires betreibt. richtet sich an ein schwules Publikum, bezeichnet sich selbst aber ausdrücklich als „hetereofreundlich“.

Rund 13 Millionen Euro wurden in das Hotel mit insgesamt 86 Design-Zimmern investiert. Hingucker im Erdgeschoss sind die holzverkleideten Säulen, eine Anlehnung an die Fauna Berlins. In den mitunter recht kleinen Zimmern setzt die rote Glaswand farbliche Akzente, die Bad und Schlafraum voneinander trennt. Über allem thront im sechsten Stock der Spa-Bereich mit Fitnessgeräten, Sauna und Whirlpool im Freien. Die „Sky Bar“ auf der Dachterrasse soll bei entsprechendem Wetter eingeweiht werden.

Die Preise sind für solch ein Luxushaus angemessen: „Unser Durchschnittspreis liegt bei 105 Euro, wir wollen auch nicht als teures Hotel wahrgenommen werden“, sagt der Chef von Axel Hotels, Juan P. Juliá, gegenüber der „Berliner Morgenpost“. Die größte Suite kostet 259 Euro pro Nacht. Das Frühstück weitere 48 Euro. Das Konzept dürfte funktionieren: In den nächsten sechs Monaten ist das Hotel schon zu 60 Prozent ausgebucht.

Vor der Finanzkrise hat Juliá keine Angst: „Schwule sind weniger betroffen. Sie haben meistens keine Kinder, ihr Einkaufskorb ist größer. Sie haben mehr zum Ausgeben“, eklärt er dem „Tagesspiegel“.

Wenn das Konzept funktioniert, könnte es noch mehr Axel Hotels geben. Bis zu zehn weitere Hotels sind weltweit geplant. „In jeder Stadt, die eine Szene hat“, so der Hotelchef weiter. Vor allem in den USA dürfte der Markt unter Präsident Barack Obama attraktiver werden.

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