Böser als Borat: Sacha Baron Cohen als „Bruno“

Nachdem Sacha Baron Cohen als Borat Kasachstan lächerlich gemacht hat, müssen sich ab Sommer wie Österreicher uns schämen. Denn der neue Film des Kult-Comedians handelt von Bruno, einem schwulen österreichischen Moderator dessen Show die bekannteste und beliebteste deutschsprachige Fernsehsendung im deutschsprachigen Raum ist – außer in Deutschland. Was ihn den Job kostet. Also macht er sich auf nach Hollywood, um der berühmteste Österreicher seit Hitler zu werden.

Dann geht die Realsatire los: Er adoptiert ein Kind aus Afrika, weil das alle Stars so tun. Für ein Fotoshooting mit dem neuerworbenen Nachwuchs braucht er auch andere Babys. Und deren Eltern tun alles, um ihren Nachwuchs in die Schlagzeilen zu bringen: Beim dafür notwendigen Casting erklären sie sich bereit, ihr Kind auf Diät zu setzen, es für einen Stunt aus einem vierstöckigen Gebäude zu werfen oder ihrem Kind die Lippen aufspritzen zu lassen.

Dann provoziert Bruno bei einer Talkshow, die vor allem von Schwarzen gesehen wird. Zunächst erklärt er, er sucht seinen Traummann – einen starken Schwarzen, den er sein Eigen nennen könne. Was die Afroamerikaner unter den Zuschauern rasend macht. Als er dann erklärt, dass er seinem Baby einen traditionellen afrikanischen Namen gegeben hat, dreht das Publikum endgültig durch: Bruno hat seinen Sohn O. J. genannt.

Und das war erst der Anfang: Bruno versucht auch sein Glück bei einem Kampfsport-Wettbewerb: In einem Käfig kämpfen zwei Männer, Alles ist erlaubt – hauptsache, es ist roh und brutal. Doch Bruno und sein Gegner ziehen sich im Käfig aus und knutschen miteinander. Daraufhin wollen die Zuschauer den Käfig stürmen, um den beiden die Homosexualität aus dem Leib zu prügeln. Was ihnen gerade nicht gelingt.