Italien: Fußballer lädt Schwule zum Bibeltreff ein

Wieder kommen schwulenfeindliche Aussagen aus dem italienischen Profifußball: Nicola Legrottaglie, Nationalspieler und Verteidiger bei Juventus Turin, bezeichnet Homosexualität in seiner Autobiografie als „Sünde“ und empfiehlt Schwulen, die Bibel zu lesen.

Teile seiner Autobiografie wurden vorab in der Sport-Tageszeitung „Tuttosport“ abgedruckt. Dort waren auch die Ansichten des 32-Jährigen zu gleichgeschlechtlicher Liebe zu lesen: „Homosexualität wird heutzutage als Mode angesehen“, schreibt der Fußballer. „Es steht aber klar in der Bibel geschrieben, dass Homosexualität, egal ob männliche oder weibliche, falsch ist.“ Besonders „Schwule, die Frau und Kinder haben“, treiben es nach Meinung des elffachen Nationalspielers aus Süditalien „zu weit“.

Sein Ratschlag als tiefgläubiger Katholik an homosexuelle Menschen sei, die Bibel zu lesen. „Und für diejenigen, die sich dafür interessieren, steht mein Bibeltreff am Montag offen“, fügt Legrottaglie hinzu.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich italienische Profi-Fußballer und Trainer offen gegen Homosexualität aussprechen. So spicht sich Nationalspieler Gennaro Gattuso als Katholik deutlich gegen die Homo-Ehe aus, und der italienische Nationaltrainer Marcello Lippi hat zuletzt erklärt, Homosexuelle im Profifußball könnten zu Spannungen in der Mannschaftsdusche führen.

Dabei dürften beide aber nicht ganz auf dem letzten Stand sein: Ein Spieler der Unterliga hat zuletzt in einem Fernsehinterview gestanden, mit einigen Star-Spielern öfter schwulen Sex gehabt zu haben.