„meritus“ an IBM und equalizent

In Wien wurde gestern abend zum ersten Mal der „meritus award“ an Organisationen verliehen, die aktiv für die Gleichstellung von schwulen und lesbischen Mitarbeitern eintreten.

Dabei gewannen der Computerriese IBM und das Schulungs- und Beratungsunternehmen „equalizent“ gewannen den Preis mit der höchstmöglichen Punktzahl. Bewertet wurden 17 Kriterien, zum Beispiel die Berücksichtigung der sexuellen Orientierung im Firmenleitbild, der Umgang mit Diskriminierung, freiwillige Sozialleistungen und die Personalentwicklung.

Der meritus-Award bewerte konkrete Aktionen der Firmen und nicht nur Ankündigungen, lobt Leo Steiner, Generaldirektor von IBM Österreich, den Preis. Und auch Monika Haider, Geschäftsführerin von equalizent, freut sich: „Es lohnt zu sehen, welche Vielfalt in der Gesellschaft herrscht und diese Vielfalt einzubeziehen“.

Homosexualität ist im Erwerbsleben nach wie vor ein Tabu, betonen die agpro und die Queer Business Women als Veranstalter. Nur ein geringer Anteil von lesbischen Frauen und schwulen Männern könne am Arbeitsplatz seine sexuelle Orientierung outen und positive Reaktionen erwarten, heißt es weiter. Für die Veranstalter fehlen positive Vorbilder: Es gebe keine prominenten Persönlichkeiten in der österreichischen Wirtschaft die mit guten Beispiel dieses Thema angehen, heißt es in der Presseaussendung.

„Lesben und Schwule sind Teil der Vielfalt in Unternehmen und darüber hinaus eine überdurchschnittlich kaufkräftige Zielgruppe“, so Manfred Wondrak, Präsident der agpro. Der Focus von Queer Business Women seien jene lesbische Frauen, „die sich ab sofort nicht mehr verstecken und auch im Berufsleben offen zu ihrer Homosexualität stehen wollen – obwohl sie Angst vor beruflichen und wirtschaftlichen Benachteiligungen haben“, erklärt deren Vorsitzende Susanne Götz.