Porno-Wrestler gewinnt Nachwuchsturnier

Der College-Wrestler Paul Donahoe, der nach einem Auftritt auf einer schwulen Porno-Website aus seiner Mannschaft geworfen wurde, ist zurück im Sport: Er hat für ein neues Team ein Turnier gewonnen.

Im letzten Jahr wurde Donahoe aus dem Team seiner Heimatuniversität Nebraska und der Nationalmannschaft geworfen, weil er als „Nash“ mit einem Solo-Video auf der schwulen Porno-Website freshman.tv aufgetaucht ist – genauso wie sein Teamkollege Kenny Jordan.

Eine Entscheidung, die Donahoe bis heute nicht versteht: „Ich denke, es war unfair von Nebraska, mich rauszuschmeißen. Erstens, gibt es viele Athleten im Team, die mit Alkohol am Steuer erwischt wurden oder in Schlägereien verwickelt waren. Das ist für die Uni-Bosse wohl in Ordnung. Aber sich nackt filmen zu lassen ist deren Ansicht nach wohl schlimmer als betrunken Auto zu fahren und das Leben anderer zu riskieren“, erklärt er dem „Boston Globe“

Während Jordan sich aus dem Sport zurückgezogen hat, gab Donahoe nicht auf: Er wurde von der Edinboro University im Nordwesten des US-Staates Pennsylvania engagiert. Der Leiter der Sportfakultät erklärte, jeder könne Fehler machen und Donahoe verdiene eine zweite Chance.

Diese hat er auch genutzt: In Ypsilanti im US-Bundesstaat Michigan hat er das Turnier der Eastern Wrestling League in der Klasse unter 57 Kilogramm gewonnen. Damit geht er als Erstplatzierter in das US-weite Turnier der National Collegiate Athletic Association, der Sportorganisation der amerikanischen Universitäten, in St. Louis.

Einziger Wermutstropfen: Donahoe ist hetero. „In den Internetforen reißen die Leute viele Schwulenwitze über mich. Das ist mir aber egal“, erklärt er in einem Interview mit dem „Boston Globe“. Für seinen Auftritt auf einer schwulen Website schämt er sich nicht: „Ich hab nichts Illegales getan. Ich hab niemandem wehgetan. Ich denke, ich habe hier keine Fehler gemacht. Warum sollte ich mich bei jemandem entschuldigen?“, erklärt Donahoe weiter. Und über die Unterstützung seiner schwulen Fans freut er sich trotzdem.