Hundstorfer will Homo-Ehe „großkoalitionär vorantreiben“

Frauen- und Gleichstellungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek sagt Diskriminierungen für Lesben und Schwule im öffentlichen Dienst den Kampf an. Das kündigte die Ministerin im Rahmen einer Diversity-Gala an.

„Es darf innerhalb und auch außerhalb des Berufslebens keine Diskriminierungen geben. Der öffentliche Dienst hat hier Vorbildfunktion”, betont Heinisch-Hosek. Und bekommt dabei Unterstützung von Sozialminister Rudolf Hundstorfer: „Ich glaube wir haben immer noch einen sehr hohen Handlungsbedarf“. Das geht auch aus den Gleichbehandlungsberichten hervor. Die Frauenministerin betonte auch, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung gemobbt werden dürfe.

Sozialminister Hundstorfer setzt sich in diesem Zusammenhang auch für die Gleichbehandlung von homosexuellen Partnerschaften im Arbeits- und Pensionsrecht ein. Ein erster Schritt dafür sei, so Hundstorfer, die gesetzliche Umsetzung der eigentragenen Lebenspartnerschaft. „Diese wollen und müssen wir umsetzen”, betont er. Das Thema will der Sozialminister auch “großkoalitionär vorantreiben”.

Eine Gesellschaft würde sich, so der Sozialminister weiter, dadurch auszeichnen, dass sie solidarisch mit ihrer Vielfalt umgeht und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfte man niemanden außen vor lassen und ausgrenzen, betonte Hundstorfer abschließend.