HIV: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch

Im Jahr 2008 ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Österreich leicht gesunken: 505 Menschen haben sich im letzten Jahr mit dem tödlichen Virus infiziert, im Jahr zuvor waren es 515. Damit stagniert die Infektionsrate auf hohem Niveau: Im Jahr 1997 gab es nur 297 Neuinfektionen. Die Zahl der HIV-Positiven insgesamt schätzt die Aidshilfe Wien auf 12.000 bis 15.000.

Die Anzahl der neu diagnostizierten Aids-Fälle ist im Jahr 2008 auf 49 zurückgegangen – die tiefste Zahl seit 1986. Das meldet das Institut für Virologie an der Medizinischen Universität Wien. Nach Informationen der Aidshilfe Wien sind bis 2. März 2009 damit insgesamt 2.700 Menschen in Österreich an Aids erkrankt, 1.493 starben an der Immunschwächekrankheit. Derzeit gibt es in Österreich 1.207 Patienten.

Dass bei immer weniger Menschen Aids ausbricht, ist der moderne Therapie zu verdanken: Im Jahr 1995 wurde mit 209 neuen Aids-Patienten der höchste Wert erreicht. Im Jahr 2000 waren es 87, im Jahr 2007 schließlich 67 und im vergangenen Jahr 49.