Ausländische Homo-Partnerschaften gelten auch in Frankreich

Ein wichtiger Schritt für die europaweite Anerkennung schwuler und lesbischer Partnerschaften ist getan: In Frankreich hat der Senat einstimmig beschlossen, künftig im Ausland geschlossene Lebenspartnerschaften anzuerkennen. Das Gesetz wurde von der Grünen Senatorin Alima Boumediene-Thiery vorgeschlagen. Jetzt muss es noch von der Nationalversammlung beschlossen werden, was allerdings ein reiner Formalakt sein dürfte.

Frankreich bietet sowohl schwulen und lesbischen als auch heterosexuellen Paaren die Möglichkeit, einen Zivilpakt, den Pacte civil de solidarité (PACS), einzugehen. Diese ist der Ehe in den wesentlichen Punkten gleich. Eingetragene Partnerschaften aus anderen Ländern werden jetzt in Frankreich wie der PACS behandelt.

Ein anderer Vorschlag, den die Grünen zur Verbesserung der Rechte von Lebenspartnerschaften eingebracht haben, ist allerdings abgelehnt worden: Sie beantragten, dass auch Paare, die einen PACS eingehen, vier Tage Urlaub erhalten sollen. Diese stehen in Frankreich Paaren bei einer Eheschließung zu.