„Stainzerbauer“ Peter Hasler: Todesumstände weiter unklar

Noch immer sind die Umstände ungeklärt, unter denen der ehemalige „Stainzerbauer“-Wirt Peter Hasler in Guatemala ums Leben kam.

Peter Launsky-Tieffenthal, der Sprecher des Außenministeriums, sagte am Montag, man warte noch auf Polizei- und Obduktionsbericht. Er konnte nur bestätigen, dass die Leiche Haslers nach der Obduktion eingeäschert wurde. Die Urne wird nun bei einem „Freund der Familie in Guatemala“ verwahrt. Wann sie nach Österreich überstellt wird, ist noch nicht klar. Nach ersten Medienberichten soll der ehemalige Promi-Wirt erstochen worden sein, dabei wurde über einen Raubmord oder ein Beziehungsdelikt im schwulen Umfeld spekuliert.

Der Ex-Gastronom stand erst im Oktober 2008 in Graz vor dem Richter, weil er seinen – ebenfalls angeklagten – Ex-Freund angeschossen hat, nachdem ihm dieser die Schulter gebrochen hatte. Der Richter sprach damals von einer „sehr, sehr traurigen Beziehungsgeschichte“, bei der gegenseitige Verletzungen öfters vorgekommen waren.

Ein Rechtsanwalt, die Polizei und der österreichische Honorarkonsul haben das Haus des Grazers in Guatemala City noch einmal begangen, danach wurde es amtlich versiegelt. Die Familie von Peter Hasler hat in Österreich unterdessen zwei Anwälte beauftragt, die sich um den Fall kümmern sollen. Hasler verbrachte in Guatemala seinen Ruhestand in einem bescheidenen Haus, für die Verhältnisse in dem mittelamerikanischen Land galt er als wohlhabend.