Lufthansa durfte schwulen Flugbegleiter kündigen

Die Lufthansa hat einen schwulen Flugbegleiter, der sich in Japan mit seinem damals 17-jährigen Lebensgefährten getroffen hat, zurecht gekündigt. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt entschieden.

Nachdem er offenbar von einem Unbekannten denunziert worden ist, wurde der 43-jährige Toshi Uto ist im September in Japan wegen Prostitution festgenommen. Daraufhin wurde er von der Lufthansa fristlos gekündigt. Die Fluglinie fürchtete, dass ein derartiger Vorfall zu Ansehensverlust und wirtschaftlichem Schaden führen könnte. Außerdem habe Uto als gebürtiger Japaner wissen müssen, dass in dieser Gegend Sex mit Minderjährigen verboten sei, so die Richter.

„Es ist kaum vorstellbar, dass man vor Ort eine Rufschädigung für Lufthansa vermuten würde, wenn es sich um eine 17-jährige Lebensgefährtin gehandelt hätte“, vermutete der Betriebsrat auch homophobe Gründe hinter der Kündigung und stellte sich hinter den Kollegen: „Müssen wir nun alle im Ausland Angst haben, selbst wenn wir nach bestem Wissen und Gewissen handeln? Werden wir im Zweifelsfalle allein gelassen?“, hieß es in einer veröffentlichten Erklärung. Die Lufthansa selbst habe den Flugbegleiter während der dreiwöchigen Untersuchungshaft in Japan so gut wie nicht unterstützt, beklagte Uto später.