Uganda: „Westen will uns Homosexualität aufzwingen“

Der Ethikminister von Uganda, James Nsabo Buturo, beschuldigt die Vereinten Nationen, dem ostafrikanischen Land Homosexualität aufzwingen zu wollen. Das berichtet das Infoportal „queer.de“.

Allerdings werde sich sein Land dem internationalen Druck nicht beugen: „Wir haben herausgefunden, dass andere Länder uns zu Zugeständnissen in der Frage der Homosexualität zwingen wollen. Ich habe aber mit dem UN-Botschafter Ruhakana Rugunda gesprochen und ihn an unsere Positionen erinnert. Homosexualität bleibt bei uns verboten“, so Buturo bei einer Pressekonferenz.

„Es ist die Pflicht der Ugander aufzupassen, denn Agenten der Unmoral sind unterwegs und versuchen mit Tricks, unserer Gesellschaft zu schaden.“ So würden viele Lügen über Homosexualität verbreitet, erklärt Buturo weiter. Homosexualität sei nicht angeboren, sondern ein sündhafter Lebensstil, ist sich der Ethikminister sicher.

Mit dieser Meinung hat er Rückhalt bei den 31 Millionen Einwohnern des Landes: Einer Umfrage aus dem August 2007 zufolge befürworten 95 Prozent ein Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex. Religiöse Gruppen, die anglikanische Kirche und die Regierung warnen außerdem davor, dass schwule Männer Kinder zum „homosexuellen Lebensstil“ verführen wollen. Dem entsprechend kann Homosexualität in Uganda mit lebenslanger Haft bestraft werden.