Russland: Geldstrafe für Homo-Aktivisten

In Russland hat ein Gericht zwei lesbischwule Aktivisten zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie Homo-Plakate trugen. Das berichtet das schwule Infoportal „queer.de“.

Nikolai Bajew und Irina Fet wurden vom Gericht in Rjasan, 200 Kilometer südöstlich von Moskau, zu einer Geldstrafe von je 1.500 Rubel, umgerechnet 34 Euro, verurteilt – wegen „homosexueller Propaganda gegenüber Minderjährigen“. Die beiden zeigten Plakate mit der Aufschrift „Homosexualität ist normal“ und „Ich bin stolz auf meine Homosexualität“ in der Öffentlichkeit.

Der russische Lesben- und Schwulenaktivist Nikolai Alekseew ist empört: „Wir werden jetzt das russische Verfassungsgericht anrufen“, erklärt er der russischen Nachrichtenagentur „Interfax“. Seinen Informationen zufolge kommt es nur noch in der Region um Rjasan zu Verurteilungen aufgrund dieses Paragrafen.